Community-Aufbau 3-Phasen-Modell (7)

Im Rahmen unseres 3-Phasen-Modells sind wir nun in die letzte Phase getreten:

Community Aufbau Gestaltung Werbung
Gestaltungsphase einer neu aufegbauten Community

Es ist nicht zu empfehlen, laut die Werbe­trommel zu schlagen, ehe du dir nicht sicher bist, dass alle Funktio­nalitäten stimmen und dein Konzept allgemeine Zustim­mung findet.

Die letzte Phase des Aufbaus einer neuen Commu­nity solltest du daher erst dann in Angriff nehmen, wenn du folgende Fragen positiv beantworten kannst:

Zufrieden­stellende Antworten auf diese Kern­fragen geben dir die Sicher­heit, dich nun um jeden nur möglichen und erreich­baren Inter­essenten zu bemühen.

Promotion

Die Menschen, die an einer Mitglied­schaft in deiner Commu­nity inter­essiert sein könnten, kommen bei Weitem nicht alle von selbst zu dir. Du musst Werbung für deine neue Commu­nity machen, auf allen geeigneten Kanälen.

Als erste Maßnahmen und Initiativen sind zu empfehlen:

  • die vorhandenen Mitglieder um Weiter­empfehlung bitten
  • Werbe­maßnahmen auf allen geeigneten Kanälen des Betreibers: z.B.:
    • promi­nente Platzie­rung eines Call-to-Action-Buttons
    • Newsletter des Betreibers
    • Hinweise auf die Commu­nity in Mails und Korres­pondenz
  • jeden hofieren, der für die Promotion der Commu­nity von Bedeutung sein kann

In der Bildsprache der Werbe­maßnahmen sollte sich möglichst viel vom Stil deiner Community und ihres User Interfaces spiegeln.

Promotion für die neue Community
Lass alle Welt wissen, dass es deine neue Community gibt!

Besonders der News­letter kann genutzt werden, um den Themen­kreis deiner Commu­nity genauer zu umreißen. Mitunter ist es hilfreich, sich selbst als neuen Commu­nity Mana­ger im Newsletter vorzustellen.

Hashtags

Durch das Setzen passender Hashtags kannst du viel für die Bekannt­heit deiner Commu­nity tun. Einige Networks zwingen geradezu zum Setzen von Hashtags, und die meisten User erwarten es auch, dass du über Hashtags kommuni­zierst.

Was die wichtigsten Hashtags im Rahmen deiner Ziel­gruppe sind, sollte im Rahmen der Ziel­gruppen­analyse erarbeitet worden sein. Wenn dir dazu keine Daten vorliegen, bleibt dir nichts übrig, als die relevanten Hashtags selbst zu recher­chieren.

Selfpromotion in anderen Commu­nitys

Eine effiziente Methode, Zulauf für deine Commu­nity zu bekommen, ist es, bei anderen Commu­nitys für dich selbst Werbung zu machen. Optimal ist, wenn du das in Absprache mit den Managern der involvierten Commu­nitys machen kannst. Vielleicht hast du in deinem Netzwerk sogar schon Freunde oder Kollegen, die du um Unter­stützung bitten kannst.

In diesen themen­verwandten Commu­nitys streust du gehalt­volle Beiträge in die allge­meine Diskus­sion ein. Da bietet sich immer einmal die Gelegenheit, auf deine eigene Commu­nity aufmerk­sam zu machen.

Werbung um jedes Mitglied
Êin Netzwerk mit vielen Mitgliedern ist attraktiver

Allzu aufdringlich sollte diese Form der Eigen­werbung, für die du aber den anderen Commu­nitys ja auch etwas gibst, aller­dings nicht geraten. Falls es schon Webseiten gibt, auf denen zu deiner Commu­nity verlinkt wird, solltest du selbst auch auf solche Webseiten verlinken.

Netz­werk­effekte schaffen

Dieses Verfahren ist ein kleines Beispiel für die Schaffung von Netz­werk­effekten. Um Herbei­führung solcher Effekte solltest du dich gerade in der Anfangs­phase eben­falls intensiv bemühen.

Es vergrö­ßert deine Reich­weite enorm, wenn es dir gelingt, einfach nur empfoh­len zu werden. Wenn du es schaffst, es deinen Mitgliedern zur emotio­nalen Angelegenheit zu machen, deine Commu­nity oder zumindest Teile deines Contents anderen Menschen ans Herz zu legen, brauchst du dir um deine Beliebt­heit keine Sorgen zu machen.

Wie du das am besten hinbe­kommst, das ist eine sehr komplexe Frage, die sich nicht pauschal beant­worten lässt. Zusammen­setzung und Größe der Ziel­gruppe machen indivi­dua­lisierte Lösungen erforderlich — ein Patent­rezept kann ich da leider nicht anbieten. Zudem ist zu bedenken, dass Netz­werk­effekte entstehen können, ohne dass du irgend­einen Anstoß dazu geliefert hast.

Kompatible Mitglieder mitein­ander vernetzen

Du kannst Netz­werk­effekte dadurch auf den Weg bringen, indem du du nach identi­schen Inter­essen und wesens­verwandten Persön­lichkeiten unter den Mitgliedern Ausschau hältst. Wenn diese Mitglieder sich noch nicht kennen, solltest du versuchen, sie mitein­ander bekannt zu machen. Solche und ähnliche Maßnahmen können den Gemein­schafts­geist deiner Commu­nity enorm stärken.

Über die Autorin

Ariane Brandes

Leidenschaftliche Menschenfreundin mit Vergangenheit als Multi-Berufsausüberin. Hat mindestens ein Dutzend verfasster Drehbücher sowie mehrere Patente in der Nachttisch-Schublade liegen. War mal Jobcoach für schwer erziehbare Jugendliche und Langzeitarbeitslose Ü50, Schuhstore-Besitzerin, Geschäftsführerin von Sport- und Freizeitanlagen, Vertrieblerin und wird in der Beliebtheitsskala vieler Menschen mit 10 plus fünf Sternchen bewertet.
Doch nun Tacheles. Was genau an Ariane wirkt auf Menschen so magisch, dass jede(r) ständig ihre Nähe sucht?
Vermutlich könnte man dieses Phänomen mit dem Begriff „Aura“ zu erklären versuchen. Bei ihr ist es jedoch sehr viel mehr,
denn sie schenkt den Menschen mit ihrem Tun magische Momente wertschätzender Aufmerksamkeit.
Hier kannst du mehr über mich lesen.

Community Management bedeutet für sie auch, Aufträge an Kolleg/innen abzugeben, um ebenso ein Auftragsnetzwerk zu erschaffen.

Diesen Über-mich-Text schrieb Ulrike Parthen.

Angaben zum Foto: Rüdiger Lutz

von Ariane Brandes

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