Die 6 wichtigsten KPIs für Community Manager

Jedes Unternehmen, das langfristig Erfolge erzielen will, arbeitet mit einer Reihe sogenannter Key Performance Indicators (KPIs). KPIs sind Leistungskennzahlen, mit denen die Erfüllung wichtiger Zielsetzungen gemessen werden. Auch als Community Manager verfolgst du gewisse Ziele, die du nicht mit Hoffen und Glauben erreichen kannst. Stattdessen benötigst du verlässliche Zahlen über die Entwicklung deiner Community. Die folgenden 6 KPIs für Community Manager helfen dir dabei, zu überprüfen, ob deine Maßnahmen zum Aufbau, zur Aktivierung und zum Wachsen der Community erfolgreich sind.

1. Mitglieder

Die Anzahl der Mitglieder gehört zweifellos zu den wichtigsten KPIs für Community Manager, die du immer im Blick haben solltest. Im Idealfall beobachtest du hier ein stetiges Wachstum. Eine zeitweise Stagnation oder auch leichte Rückgänge sind in der Regel kein Grund zur Panik. Geht die Anzahl der Community-Mitglieder aber über einen längeren Zeitraum immer weiter zurück, solltest du verstärkt Maßnahmen zum Aufbau der Community einsetzen und das Engagement der Mitglieder fördern.

2. Engagement

Das Engagement einer Online-Community wird u.a. an den Diskussionen, Kommentaren, Shares, Retweets und Re-Posts gemessen. Daher gehört diese Metrik zu den KPIs für Community Manager, welche sich auf Communitys beziehen, die sich nicht mehr im Aufbau befinden, sondern bereits über einen regen Austausch verfügen. Der Engagement-KPI zeigt dir auf, wie stark sich deine Inhalte auf die Mitglieder der Online-Community auswirken.

Diskussionen können sowohl objektiv als auch subjektiv gemessen werden. Objektiv kannst du die schiere Anzahl der kommentierten Beiträge und die Anzahl der Kommentare nachverfolgen. Bei der subjektiven Messung gehst du in die Tiefe, indem du die Substanz dieser Wechselwirkungen beurteilst.

Kommentare sind der Schlüssel zum Messen des Engagements. Als Community Manager besteht dein Ziel darin, Beziehungen aufzubauen. Kommentare sind der beste Indikator dafür, wie engagiert deine Mitglieder sind.

3. Referral Traffic

Der Referral Traffic gibt darüber Auskunft, wie die Mitglieder auf die Community-Plattform gekommen sind. Kannst du deine hochperformanten Inhalte mit einem Anstieg der Besucherzahlen in Verbindung bringen, erhältst du Einblicke in die Wirksamkeit deiner Maßnahmen zur Usergewinnung.

4. Anzahl der neuen Mitglieder

Wenn deine Online-Community gedeihen soll, darfst du dich nicht nur auf die aktuelle Gesamtzahl der User konzentrieren, sondern musst die Anzahl der Benutzer im Blick behalten, die jeden Monat neu hinzukommen.

5. Anzahl der Seitenaufrufe und Time-on-Page

Dies sind traditionelle Kennzahlen aus dem Marketing-Bereich. Die Seitenaufrufe und die Zeit, die die User auf der Community-Plattform verbringen, gehören aber auch zu den wichtigsten KPIs für Community Manager. Je höher diese KPIs sind, desto größer ist das Interesse an deiner Community.

6. Aktive Mitglieder

Ebenso wie die Anzahl der neuen Mitglieder spezifiziert diese Kennzahl den allgemeineren KPI der Gesamtzahl der Mitglieder. Hierbei betrachtest du allerdings nur die aktiven Mitglieder und sortierst jene User aus, die sich nur angemeldet haben, ohne sich an dem Geschehen innerhalb der Community zu beteiligen.

Um den Erfolg deiner Aktivitäten als Community Manager umfangreich zu messen, solltest du so viele KPIs wie möglich berücksichtigen. Anhand dieser Zahlen kannst du Strategien entwickeln, die dort ansetzen, wo sie benötigt werden. Gibt es bereits viele aktive Mitglieder in der Community, aber eine rückläufige Zahl an neuen Mitgliedern, solltest du dich auf die Gewinnung neuer User konzentrieren anstatt auf das Engagement der Mitglieder.

Beobachtest du eine stetig wachsende Zahl neuer User, aber eine sinkende Time-on-Page, sollte dein Fokus darauf liegen, die User auf der Plattform zu halten, ein Balanceakt. Um erfolgreiche Strategien zu entwickeln, solltest du dich immer an diesen KPIs für Community Manager orientieren und nicht an Glaubenssätzen und vagen Vermutungen.

Über die Autorin

Ariane Brandes

Ein heißer Sommertag im August, Anfang der 70er-Jahre. Ariane steht in der Küche und beschließt: „Hier soll es jetzt schneien!“ Während sich ihre Mutti noch über den naiven Wunsch ihrer Tochter amüsiert, holt die sich seelenruhig drei Packungen Mehltüten aus dem Schrank und siehe da: Schnee in der Küche, nur anders. Aber immerhin Schnee! Auch heute lässt sie sich nie von einer Idee oder Überzeugung abbringen, allen Unkenrufen oder anderslautenden Meinungen zum Trotz.

Apropos Seelenruhe: Auch so eine Sache. Egal, welche großen oder kleinen Katastrophen auch toben mögen. Keine davon wird sie aus der Ruhe bringen. „Woher nimmst du bloß deine Gelassenheit?“ – eine Frage, die man ihr im Lauf des Lebens unzählige Male stellte. Arianes einfache Antwort darauf: „Ich habe schon so viele Tiefpunkte im Leben überstanden. Reine Erfahrungssache also. Aufregen bringt nichts, es geht immer weiter.“

Fragt man sie wiederum nach ihrer Vision, muss sie nicht lange überlegen: „Menschen auf der ganzen Welt, ob arm oder reich, sollten sich miteinander online wie offline verbinden. Im Herzen und mit ihren Zielen. Gemeinsam statt gegeneinander, wertschätzend und respektvoll.“ Oder in einem Wort ausgedrückt: Ariane geht es entscheidend um Gerechtigkeit, schon immer. Dafür setzt sie sich vehement ein ­­– in aller Konsequenz. Mit einer der Gründe, warum Menschen gerne Arianes Gesellschaft suchen.

Als Kind waren es eher die Tiere, die sich wie von Geisterhand um sie scharten. Ein wilder Rabe auf ihrer Schulter, der, warum auch immer beschloss: „Du bist jetzt meine Freundin!“ Oder auch Igel, Pferde, Hunde ­– im Prinzip alles, was Fell, Federn oder Hufe hatte fand sich bei Ariane. Heute sind es Menschen, die es zu schätzen wissen, dass sie sich nie in den Vordergrund drängelt.

Im Hintergrund bleiben, von dort aus leise die Fäden spinnen. Als Community Managerin und TV-Redakteurin Menschen real oder virtuell vernetzen und jeden von ihnen voranbringen – das ist ihre persönliche Energiequelle für den Alltag.

Community Management bedeutet für mich auch, Aufträge an Kolleg/innen abzugeben, um ebenso ein Auftragsnetzwerk zu erschaffen.

Mein Portrait schrieb Ulrike Parthen, www.wortgerecht.de

Angaben zum Foto: Rüdiger Lutz

von Ariane Brandes

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