Der Community Manager bei Offline-Events

Online-Communitys bieten in unserem digitalen Zeitalter den großen Vorteil, dass sie von überall auf der Welt jederzeit zugänglich sind. Ob ein User in Hamburg-Altona auf dem Sofa sitzt oder auf Bali in der Hängematte liegt, ist dabei vollkommen egal. Virtuell verknüpft, können sie in Online-Communitys miteinander interagieren. Dennoch sollten Community Manager die Möglichkeit von Offline-Events nutzen, um die Mitglieder auch „im echten Leben“ zusammenkommen zu lassen.

In diesem Artikel erfährst du, wie die Community von Offline-Events profitieren kann, wie so eine Veranstaltung aussehen kann und welche Rolle der Community Manager dabei spielt.

5 Vorteile von Offline-Events

1. Wir sind alle echt

Dem digitalen Raum haftet immer auch etwas Anonymes an. Nicht umsonst tummeln sich immer wieder auch Fake-Accounts in den Communitys. Auch wenn du als Community Manager ein freundschaftliches Verhältnis zu deiner Community hast, kann diese Beziehung in der Online-Welt nie so intensiv sein wie in der Offline-Welt. Mit einem Offline-Event wird dieser Vorhang der Anonymität gelüftet und alle Anwesenden erkennen: Wir sind alle echt! Nutze diese Chance, dich als Mensch im realen Leben zu präsentieren und mit deiner Community offline zu kommunizieren.

2. Du hebst dich von der Masse ab

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Unternehmen von Communitys profitieren – entsprechend viele Gruppen lassen sich in den sozialen Netzwerken finden. Doch nicht alle Community Manager wissen um den Nutzen von Offline-Events. Das ist deine Chance: Hebe dich mit deinem Engagement für die Community von der Masse ab!

3. Die Community ist wertvoll

Seien wir ehrlich: Ein Offline-Event organisiert sich nicht von allein. Du musst schon einiges an Zeit investieren, um die Community in der analogen Welt zusammenzubringen. Doch die Mitglieder werden deine Mühe anerkennen und dir dankbar dafür sein, dass du ihnen zeigst, wie wertvoll sie für dich und/oder deinen/Arbeitgeber sind.

4. Intensiverer Kontakt

Die Community-Mitglieder persönlich kennenzulernen, ermöglicht dir als Community Manager, die Beziehung zur Community auf ein ganz neues Level der Vertrautheit zu heben. Zudem wirst nicht nur du, sondern auch ein Mitglied direkt persönlich ansprechbar. Dadurch entstehen zum einen größere Schnittstellen zwischen den Community-Mitgliedern, nicht selten werden während der Offline-Events echte Freundschaften geknüpft. Zum anderen wirst du als Community Manager in der „echten Welt“ erlebbar.

5. Erhöhe deine Reichweite

In der Regel richten sich Maßnahmen zum Aufbau einer Community rein auf den digitalen Bereich. Ein nicht zu unterschätzender „Nebeneffekt“ von Offline-Events besteht darin, dass sich solche Veranstaltungen schnell herumsprechen. Um aber wirklich davon zu profitieren, solltest du bei deiner Planung darauf Wert legen, ein besonderes Erlebnis für deine Community zu schaffen.

Beispiele für Offline-Events

Wie ein Offline-Event aussehen kann, das die Community begeistert, ist stark davon abhängig, um welchen gemeinsamen Nenner sie sich dreht. Regionale Communities freuen sich beispielsweise über einen gemeinsamen Kiezspaziergang. Communities, die sich über ein gemeinsames Interesse an einem Produkt zusammengefunden haben, kannst du an den Ort des Geschehens, sprich in die Produktionsstätte einladen.

Generell bieten sich aber auch immer Restaurants oder Cafés an, um sich wortwörtlich an einen Tisch zu setzen (vorausgesetzt es ist genügend Platz für die eingeladenen Mitglieder vorhanden). Die Größe der Veranstaltungen kann variieren von einer Handvoll bis zu mehreren Tausend Teilnehmern.

Die Rolle des Community Managers

Deine Aufgaben rund um das Offline-Event unterscheiden sich nicht sonderlich von denen, die du aus deiner täglichen Arbeit im Online-Bereich kennst. Zunächst gilt es, die Mitglieder einzuladen. Je nach Community-Größe solltest du entscheiden, ob du pauschal alle Mitglieder einladen möchtest und entsprechend öffentlich einlädst oder ob nur die aktivsten Mitglieder in einer persönlichen Nachricht von der anstehenden Veranstaltung erfahren.

Um die Erwartungshaltung an das Offline-Event einschätzen zu können, hat es sich bewährt, Online-Umfragen zu starten, in denen die geladenen Gäste sich dazu äußern können, wie sie sich die gemeinsame Offline-Zeit vorstellen. Du kannst die Community auf diesem Wege in die Planung einbeziehen, was die Chancen auf eine Veranstaltung, die sie begeistern wird, steigert.

Während des Offline-Events fungierst du in deiner altbekannten Rolle als Moderator. Beginne die Veranstaltung mit einer persönlichen Vorstellung. Auch wenn dich die Anwesenden bereits kennen, ist es schön, das fremde Gesicht mit der vertrauten Person aus der Digitalwelt verknüpfen zu können.

Wie in der Online-Kommunikation sorgst du auch während des Offline-Events dafür, dass die Netiquette gewahrt wird.Daher kannst du zu Beginn der Veranstaltung daran erinnern, welche Verhaltensregeln von allen Mitgliedern einzuhalten sind, um ein respektvolles Miteinander zu gewährleisten.

Treffen Mitglieder einer Online-Community in der Offline-Welt aufeinander, ergeben sich anregende Gespräche und Diskussionen meist ganz von selbst. Dennoch schadet es nicht, wenn du dir vorab einige Punkte überlegst, die den Austausch anregen können. In jedem Fall solltest du daran denken, dass du mit deinem Auftreten immer auch Sprachrohr deines bzw. des Unternehmens bist, das du repräsentierst.

Offline-Events sorgen dafür, dass die Community auch über die Grenzen der digitalen Vernetzung hinaus zusammenwächst. Daher unterstützen Veranstaltungen mit realen sozialen Kontakten den Zusammenhalt innerhalb der Online-Community. Bindest du die Mitglieder in Form von Umfragen oder Aufgabenverteilung in die Planung des Events ein, verringert sich zudem dein Organisationsaufwand, der sich aber in jedem Fall lohnt.

Über die Autorin

Ariane Brandes

Ein heißer Sommertag im August, Anfang der 70er-Jahre. Ariane steht in der Küche und beschließt: „Hier soll es jetzt schneien!“ Während sich ihre Mutti noch über den naiven Wunsch ihrer Tochter amüsiert, holt die sich seelenruhig drei Packungen Mehltüten aus dem Schrank und siehe da: Schnee in der Küche, nur anders. Aber immerhin Schnee! Auch heute lässt sie sich nie von einer Idee oder Überzeugung abbringen, allen Unkenrufen oder anderslautenden Meinungen zum Trotz.

Apropos Seelenruhe: Auch so eine Sache. Egal, welche großen oder kleinen Katastrophen auch toben mögen. Keine davon wird sie aus der Ruhe bringen. „Woher nimmst du bloß deine Gelassenheit?“ – eine Frage, die man ihr im Lauf des Lebens unzählige Male stellte. Arianes einfache Antwort darauf: „Ich habe schon so viele Tiefpunkte im Leben überstanden. Reine Erfahrungssache also. Aufregen bringt nichts, es geht immer weiter.“

Fragt man sie wiederum nach ihrer Vision, muss sie nicht lange überlegen: „Menschen auf der ganzen Welt, ob arm oder reich, sollten sich miteinander online wie offline verbinden. Im Herzen und mit ihren Zielen. Gemeinsam statt gegeneinander, wertschätzend und respektvoll.“ Oder in einem Wort ausgedrückt: Ariane geht es entscheidend um Gerechtigkeit, schon immer. Dafür setzt sie sich vehement ein ­­– in aller Konsequenz. Mit einer der Gründe, warum Menschen gerne Arianes Gesellschaft suchen.

Als Kind waren es eher die Tiere, die sich wie von Geisterhand um sie scharten. Ein wilder Rabe auf ihrer Schulter, der, warum auch immer beschloss: „Du bist jetzt meine Freundin!“ Oder auch Igel, Pferde, Hunde ­– im Prinzip alles, was Fell, Federn oder Hufe hatte fand sich bei Ariane. Heute sind es Menschen, die es zu schätzen wissen, dass sie sich nie in den Vordergrund drängelt.

Im Hintergrund bleiben, von dort aus leise die Fäden spinnen. Als Community Managerin und TV-Redakteurin Menschen real oder virtuell vernetzen und jeden von ihnen voranbringen – das ist ihre persönliche Energiequelle für den Alltag.

Community Management bedeutet für mich auch, Aufträge an Kolleg/innen abzugeben, um ebenso ein Auftragsnetzwerk zu erschaffen.

Mein Portrait schrieb Ulrike Parthen, www.wortgerecht.de

Angaben zum Foto: Rüdiger Lutz

von Ariane Brandes

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