Ausbildung zum Community Manager

Die Präsenz in den sozialen Medien wird immer wichtiger – das haben die meisten Unternehmen bereits erkannt. Während die klassischen Websites eher auf die eindimensionale Kommunikation setzen, bieten die sozialen Netzwerke Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Kunden in den direkten Dialog zu treten. Dieser Austausch will allerdings gemanagt werden. Wie baut man eine Community auf? Mit welchen Mitteln kann man die Gruppenmitglieder aktivieren? Was passiert bei einem Shitstorm? Das sind Fragen, die ein Community Manager beantworten kann. Wenn du dich für diesen spannenden neuen Berufszweig interessiert, verrate ich dir, wie eine Ausbildung zum Community Manager aussehen kann.

Viele Wege führen in die sozialen Netzwerke: Ausbildung zum Community Manager

Der Beruf des Community Managers ist so neu, dass es noch keinen einheitlichen Ausbildungsweg gibt und der Titel „Community Manager“ nicht geschützt ist. Deswegen gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten, eine Ausbildung zum Community Manager zu absolvieren. Da es sich nicht um eine staatlich geregelte Ausbildung handelt, wird sie nicht vergütet. Stattdessen musst du selbst in die Tasche greifen. Je nach Anbieter hast du aber die Möglichkeit, eine Förderung zu beantragen oder dein Arbeitgeber bezahlt dir eine solche Ausbildung. Learning by Doing funktioniert ebenso.

In der Regel findet die Ausbildung in Form eines Fernlehrgangs statt. Da der Beruf es mich sich bringt, Herausforderungen auf dem digitalen Wege zu lösen, bietet sich diese Art des Lernens an. Allerdings solltest du nicht für Seminare bezahlen, die versprechen, in wenigen Tagen das geballte Wissen zum Managen einer Community zu vermitteln. Aufgrund der Fülle an Themen, die ein Community Manager beherrschen muss, können solche Crashkurse unmöglich ausreichen. Auf der anderen Seite macht eine Ausbildung zum Community Manager, die länger als ein Jahr dauert, nur Sinn, wenn auch andere Fachbereiche wie Unternehmenskommunikation, Social Media, Marketing, Redaktion oder Journalismus Bestandteil des Lehrgangs sind.

Hast du bereits mehrere Jahre als Community Manager gearbeitet und dein Wissen durch „Learning by Doing“ bewiesen, kannst du dich auch ohne explizite Ausbildung zertifizieren lassen. Hierfür kannst du z.B. eine umfassende Prüfung beim Bundesverband Community Management e. V. (BVCM) ablegen.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Community Manager

Da die Ausbildung zum Community Manager keinen staatlichen Regularien unterworfen ist, gibt es auch keine einheitlich geltenden Voraussetzungen. Allerdings profitierst du davon, wenn du bereits Erfahrungen als Community Manager sammeln konntest. Dazu darfst du ruhig das Managen der Kommentare in deinem Blog oder die Moderation im Forum deines Vereins zählen.

Viele Community Manager haben zuvor Online-Marketing oder Kommunikationswissenschaften studiert und konnten sich so leichter in die neuen Aufgabenbereiche einarbeiten. In jedem Fall solltest du hervorragende Kommunikationsfähigkeiten und das Fingerspitzengefühl besitzen, dich adäquat auf unterschiedlichste Nutzer einer Community einlassen zu können.

Außerdem profitierst du von einem ausgeprägten Organisationstalent und diplomatischem Geschick. Da das Community Management viele Fachkenntnisse vereint, solltest du zudem technisches Know-how mitbringen und Ahnung von Content-Management haben. Du solltest dich mit den bekanntesten Netzwerken und deren besonderer Charakteristik auskennen und auch diverse Analytics verstehen können.

Karrierechancen nach der Ausbildung zum Community Manager

Community Manager werden in allen Unternehmen benötigt, die einen Austausch in Online-Communities aufbauen und pflegen möchten. In größeren Unternehmen sind sie meist Teil der Marketing-Abteilung. Entsprechend kannst du dich in diesem Bereich weiterqualifizieren. Auch die IT-Abteilung ist eng mit dem Community Management verwandt, sodass auch in den technischeren Berufen eine Weiterbildung möglich ist.

Als offiziell zertifizierter Community Manager kannst du laut aktuellen Statistiken mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 2.450 Euro rechnen. Die tatsächliche Höhe des Einkommens ist allerdings davon abhängig, wie viel Berufserfahrung du mitbringst und für welches Unternehmen du tätig bist.

Der Beruf des Community Managers, der aufgrund der Digitalisierung von überall auf der Welt ausgeübt werden kann, ist auch für eine freiberufliche Tätigkeit prädestiniert. Insbesondere kleinere Unternehmen, die Wert auf den gepflegten Dialog mit ihren Kunden legen, engagieren freiberufliche Community Manager.

Über die Autorin

Ariane Brandes

Ein heißer Sommertag im August, Anfang der 70er-Jahre. Ariane steht in der Küche und beschließt: „Hier soll es jetzt schneien!“ Während sich ihre Mutti noch über den naiven Wunsch ihrer Tochter amüsiert, holt die sich seelenruhig drei Packungen Mehltüten aus dem Schrank und siehe da: Schnee in der Küche, nur anders. Aber immerhin Schnee! Auch heute lässt sie sich nie von einer Idee oder Überzeugung abbringen, allen Unkenrufen oder anderslautenden Meinungen zum Trotz.

Apropos Seelenruhe: Auch so eine Sache. Egal, welche großen oder kleinen Katastrophen auch toben mögen. Keine davon wird sie aus der Ruhe bringen. „Woher nimmst du bloß deine Gelassenheit?“ – eine Frage, die man ihr im Lauf des Lebens unzählige Male stellte. Arianes einfache Antwort darauf: „Ich habe schon so viele Tiefpunkte im Leben überstanden. Reine Erfahrungssache also. Aufregen bringt nichts, es geht immer weiter.“

Fragt man sie wiederum nach ihrer Vision, muss sie nicht lange überlegen: „Menschen auf der ganzen Welt, ob arm oder reich, sollten sich miteinander online wie offline verbinden. Im Herzen und mit ihren Zielen. Gemeinsam statt gegeneinander, wertschätzend und respektvoll.“ Oder in einem Wort ausgedrückt: Ariane geht es entscheidend um Gerechtigkeit, schon immer. Dafür setzt sie sich vehement ein ­­– in aller Konsequenz. Mit einer der Gründe, warum Menschen gerne Arianes Gesellschaft suchen.

Als Kind waren es eher die Tiere, die sich wie von Geisterhand um sie scharten. Ein wilder Rabe auf ihrer Schulter, der, warum auch immer beschloss: „Du bist jetzt meine Freundin!“ Oder auch Igel, Pferde, Hunde ­– im Prinzip alles, was Fell, Federn oder Hufe hatte fand sich bei Ariane. Heute sind es Menschen, die es zu schätzen wissen, dass sie sich nie in den Vordergrund drängelt.

Im Hintergrund bleiben, von dort aus leise die Fäden spinnen. Als Community Managerin und TV-Redakteurin Menschen real oder virtuell vernetzen und jeden von ihnen voranbringen – das ist ihre persönliche Energiequelle für den Alltag.

Community Management bedeutet für mich auch, Aufträge an Kolleg/innen abzugeben, um ebenso ein Auftragsnetzwerk zu erschaffen.

Mein Portrait schrieb Ulrike Parthen, www.wortgerecht.de

Angaben zum Foto: Rüdiger Lutz

von Ariane Brandes

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