Community Management im Social Intranet

Das Community Management wird beim Thema Social Intranet oft unterschätzt. Unternehmen richten Social Intranets ein, um die interne Kommunikation zu erleichtern, Zeit zu sparen und Kosten zu senken. Selbstläufer sind diese Netzwerke nicht, auch sie brauchen engagierte, professionelle Betreuung. Worauf es beim sogenannten Corporate Community Management ankommt, erkläre ich in diesem Artikel.

Was versteht man unter einem Social Intranet?

Firmeninterne Netzwerke haben sich längst in den meisten Unternehmen etabliert. Sie sorgen dafür, dass alle registrierten Mitarbeiter Zugriff auf die selben Daten und Dokumente haben. Die Krux an solchen klassischen Intranets ist allerdings, dass die Kommunikation hier eine Einbahnstraße ist. Die Nutzer haben hierbei nämlich keine Chance, selbst Kommentare zu hinterlassen und Inhalte zu teilen.

Dagegen können die Mitglieder in einem Social Intranet persönliche Profile erstellen, Gruppen beitreten, miteinander kommunizieren und gemeinsam arbeiten. Dadurch wird die interne Kommunikation im Unternehmen erheblich vereinfacht und beschleunigt. Auch die Abläufe werden transparenter und durch die Mitarbeit aller Nutzer stets aktuell gehalten. Der soziale Aspekt, der durch eine Chatfunktion verstärkt werden kann, erhöht das Gemeinschaftsgefühl und die Loyalität der Mitarbeiter.

Wozu braucht es einen Corporate Community Manager?

Auch wenn die Zusammengehörigkeit im Social Intranet vergleichsweise groß und die Kommunikation zwischen den Kollegen in der Regel von mehr Respekt zueinander geprägt ist als in rein privaten Netzwerken, braucht auch diese Community jemanden, der sie betreut. Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass es keine Reibereien zwischen den Mitarbeitern gibt.

Gut informiert

Da der Corporate Community Manager das Geschehen im Social Intranet im Blick hat, weiß er stets, welche Themen derzeit diskutiert und welche Fragen gestellt werden. Auch von Unzufriedenheiten der Mitarbeiter erfährt das Community Management als erstes und kann eventuellen Krisensituationen rechtzeitig vorbeugen.

Dadurch kann er dem Unternehmen stets einen Überblick über heiß diskutierte Themen geben sowie Vorschläge und Wünsche der Mitarbeiter an die Entscheidungsträger weiterleiten.

Transparenz schaffen

Da das Corporate Community Management immer auch das Unternehmen repräsentiert, kann es regelmäßige Informationen und Neuigkeiten zu internen Themen an die Community weitergeben. Dieser transparente Umgang mit der Belegschaft erhöht die Loyalität zum Unternehmen ebenso wie die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Aktivität fördern

Je aktiver die Mitglieder des Social Intranets sind, desto besser kann es sich auf die Produktivität auswirken. Denn viele Diskussionen und Beiträge führen zu einem kreativen Austausch. Das Corporate Community Management sorgt vor allem mit der Moderation von Diskussionen und der eigenen Aktivität dafür, dass die Nutzer sich ebenfalls aktiv beteiligen.

Unterstützung bei der Teambildung

Müssen neue Teams gebildet werden, lohnt es sich, das Corporate Community Management mit in die Entscheidung einzubeziehen. Der Community Manager kennt alle Mitarbeiter und deren Fähigkeiten und kann daher eine hilfreiche Unterstützung dabei sein, den richtigen Experten für eine Abteilung zu finden.

Corporate Community Manager oder Social Media Manager?

Die Bezeichnung des Community Managers ist immer noch vielen Unternehmen ein Rätsel (siehe Artikel „Auf dem Weg zu einer eigenständigen Berufsbezeichnung“). Daher wird das Berufsbild häufig mit dem des Social Media Managers verwechselt. Tatsächlich ist dieser jedoch primär für die Inhaltsstrategie in den sozialen Netzwerken verantwortlich und beschäftigt sich mit dem professionellen Unternehmensauftritt in der Öffentlichkeit.

Der (Corporate) Community Manager sorgt stattdessen für die Organisation und Betreuung der Community.

In der Realität werden diese beiden Berufsbilder in kleinen Unternehmen in einer Position vereint. Ob ein Unternehmen für sein Social Intranet einen eigenen Corporate Community Manager benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Unternehmensgröße: je größer die Mitgliederzahl im Social Intranet, desto notwendiger ist ein Corporate Community Manager
  • Nutzung des Social Intranet: ein Social Intranet kann sehr unterschiedlich genutzt werden. Soll es als gemeinsame Datenbank mit Teilfunktion und weniger als soziales Kommunikationsmittel dienen, ist der Betreuungsaufwand entsprechend geringer
  • Erfahrung der Nutzer: haben die Mitarbeitenden wenig technisches Wissen oder keine Erfahrung mit sozialen Plattformen, kann ein Corporate Community Manager unterstützend tätig werden

Über die Autorin

Ariane Brandes

Ein heißer Sommertag im August, Anfang der 70er-Jahre. Ariane steht in der Küche und beschließt: „Hier soll es jetzt schneien!“ Während sich ihre Mutti noch über den naiven Wunsch ihrer Tochter amüsiert, holt die sich seelenruhig drei Packungen Mehltüten aus dem Schrank und siehe da: Schnee in der Küche, nur anders. Aber immerhin Schnee! Auch heute lässt sie sich nie von einer Idee oder Überzeugung abbringen, allen Unkenrufen oder anderslautenden Meinungen zum Trotz.

Apropos Seelenruhe: Auch so eine Sache. Egal, welche großen oder kleinen Katastrophen auch toben mögen. Keine davon wird sie aus der Ruhe bringen. „Woher nimmst du bloß deine Gelassenheit?“ – eine Frage, die man ihr im Lauf des Lebens unzählige Male stellte. Arianes einfache Antwort darauf: „Ich habe schon so viele Tiefpunkte im Leben überstanden. Reine Erfahrungssache also. Aufregen bringt nichts, es geht immer weiter.“

Fragt man sie wiederum nach ihrer Vision, muss sie nicht lange überlegen: „Menschen auf der ganzen Welt, ob arm oder reich, sollten sich miteinander online wie offline verbinden. Im Herzen und mit ihren Zielen. Gemeinsam statt gegeneinander, wertschätzend und respektvoll.“ Oder in einem Wort ausgedrückt: Ariane geht es entscheidend um Gerechtigkeit, schon immer. Dafür setzt sie sich vehement ein ­­– in aller Konsequenz. Mit einer der Gründe, warum Menschen gerne Arianes Gesellschaft suchen.

Als Kind waren es eher die Tiere, die sich wie von Geisterhand um sie scharten. Ein wilder Rabe auf ihrer Schulter, der, warum auch immer beschloss: „Du bist jetzt meine Freundin!“ Oder auch Igel, Pferde, Hunde ­– im Prinzip alles, was Fell, Federn oder Hufe hatte fand sich bei Ariane. Heute sind es Menschen, die es zu schätzen wissen, dass sie sich nie in den Vordergrund drängelt.

Im Hintergrund bleiben, von dort aus leise die Fäden spinnen. Als Community Managerin und TV-Redakteurin Menschen real oder virtuell vernetzen und jeden von ihnen voranbringen – das ist ihre persönliche Energiequelle für den Alltag.

Community Management bedeutet für mich auch, Aufträge an Kolleg/innen abzugeben, um ebenso ein Auftragsnetzwerk zu erschaffen.

Mein Portrait schrieb Ulrike Parthen, www.wortgerecht.de

Angaben zum Foto: Rüdiger Lutz

von Ariane Brandes

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